Lorenz Bösch

Die Lebenszyklus-betrachtung ist ein zentrales Thema im PPP-Modell.

Medienmitteilungen

Voraussetzungen für öffentlich-private Partnerschaften geschaffen

05.12.2012

Bern, 5. Dezember 2012 Die Voraussetzungen für eine vermehrte Verbreitung von öffentlich-privaten Partnerschaften nach dem PPP-Modell sind geschaffen; Skepsis seitens der Verwaltung gegenüber dem PPP-Modell basieren primär auf negativen Erfahrungen aus dem Ausland, aus denen die Schweiz aber ihre Lehren gezogen hat. Zu diesem Schluss kamen Experten anlässlich einer Informationsveranstaltung des Vereins PPP Schweiz in Bern.

Gute Beispiele für PPP-Anwendungen in der Schweiz

Mit der Frage, was es braucht, um PPP möglich zu machen, beschäftigten sich Spezialisten, die die Verwaltung bei öffentlichen Beschaffungen unterstützen. Dieter Weber, der an der Hochschule St. Gallen Betriebswirtschaft studierte und Partner ist bei der Unternehmensberatung BearingPoint in Zürich, präsentierte Vorgehensweisen und Punkte, die es bei Aufgabenerfüllungs-PPP zu beachten gilt. Die Vergabe von Dienstleistungen im Rahmen von PPP-Konzepten bietet nach seiner Einschätzung interessante Chancen für alle beteiligten Parteien. Dabei hätten sich Konzepte bewährt, die eine integrale Sicht auf Leistung und Kosten sicherstellen, so Weber. Hansruedi Müller, Bau- und Wirtschaftsingenieur sowie Partner und Mitglied der Geschäftsleitung von gsi Bau- und Wirtschaftsingenieure AG, Basel, präsentierte Erkenntnisse im Bereich Beschaffungs-PPP. Nach Müller sind die Voraussetzungen für die Verbreitung des PPP-Modells geschaffen. „Es braucht in erster Linie die feste Überzeugung, dass sich die an sich guten (Bau-Beschaffungs-)Prozesse in einem Partner- und Wissensverbund noch optimieren lassen", gab sich Müller überzeugt. „Gute Beispiele wie die Anlage der Biorender AG in Münchwilen gibt es, auch wenn Sie nicht unter der ‘PPP-Fahne‘ segeln!" 

Armee für Kooperationen bereit

Die Schweizer Armee ist für vermehrte Kooperationen mit der Privatwirtschaft bereit. Dies bestätigten Mark Salathé, Chef Kommerz und Kooperationen, und Denis L. Vaucher, Kompetenzzentrum PPP, Kooperationen/Kommerz Verteidigung im VBS. Grundlage dazu bildet die Kooperationsstrategie des VBS, die die Einbindung privater Partner fördert, wenn diese zu einer Gesamtkostenreduktion unter Wahrung der sicherheitspolitischen Aspekte und der Nachhaltigkeit führt. Die Repräsentanten des VBS riefen die Wirtschaft dazu auf, ihrerseits nach geeigneten Kooperationsfeldern mit der Armee Ausschau zu halten und diese vorzubringen.

Vorstand Verein PPP Schweiz verstärkt

Anlässlich der Generalversammlung des Vereins PPP Schweiz, die der Informationsveranstaltung voranging, wurde der Vorstand des Vereins durch die Zuwahl des Kanadiers Prof. Dr. Bryan T. Adey, Inhaber des Lehrstuhls für Infrastrukturmanagement am Institut für Bau- und Infrastrukturmanagement (IBI) an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETHZ) verstärkt. Er ersetzt den zurückgetretenen ETH-Professor Hansruedi Schalcher im Vorstand des Vereins PPP Schweiz. Eine weitere Verstärkung erfuhr das Gremium durch die Zuwahl von Kurt Signer, Generalsekretär im Baudepartement des Kantons St. Gallen. Signer hat in Zürich Geschichte und Volkswirtschaft und an der HSG Betriebswirtschaft mit Vertiefung Finanz- und Rechnungswesen studiert.

 

 

Weitere Informationen:

Lorenz BöschPräsident Verein PPP Schweiz 079 426 54 19
Heinz Gut Geschäftsführer Verein PPP Schweiz 079 400 57 09

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