Prof. Dr. A. Lienhard

Die kooperative Aufgabenerfüllung lässt sich auch verfassungs- rechtlich legitimieren.

Veranstaltungen des Vereins

Informationsanlass: Präsentationen zu aktuellen Fragen und PPP-Projekten

29.10.2008 (14:00 - 17:00)

An der Herbst-Generalversammlung 2008 präsentierte der Verein PPP Schweiz seine Strategie 2008/2009, legte das Budget 2009  vor und verabschiedete Niklaus Lundsgaard-Hansen, neu gewählter Zentralpräsident TCS und Leiter Fachgruppe "Verkehr", aus dem Vorstand. Einstimmig in den Vorstand gewählt wurden Dr. Urs Bolz, PricewaterhouseCoopers AG, und Div. Andreas A. Bölsterli, armasuisse.

Über aktuelle PPP-Entwicklungen respektive -Publikationen referierten Peter Reimann, Finanzverwaltung des Kantons Aargau, Alex Siegrist, Die Schweizerische Post, sowie Dr. Marc Ehrensperger, PricewaterhouseCoopers AG.

Die Folien zu den Referaten stehen am Ende dieses Artikels zum Download bereit.

Neue Dienstleistungen des Vereins für die Praxis

Der Präsident des Expertennetzwerkes, Prof. Dr. Gerhard Girmscheid, stellte anlässlich der Generalversammlung das Expertenprofil sowie die neuen Angebote „PPP-Informationsgespräch“ und „PPP-Initialgespräch“ vor. Unter einem PPP-Informationsgespräch werden extern vertiefte Gespräche über PPP mit Behörden oder anderen relevanten PPP-Interessensträgern verstanden, die nicht im Kompetenzbereich der Geschäftsstelle liegen. Unter PPP-Initialgesprächen werden projektorientierte Erstgespräche verstanden mit öffentlichen Entscheidungsträgern, um

  • das Potenzial von PPP aufzuzeigen,
  • die Voraussetzungen für PPP darzulegen, wie PPP in den strategischen, regionalen, überregionalen Kontext eingebunden werden muss.

Neue Fachgruppe „Verkehr“

Das Potenzial und die Vielzahl der zur Diskussion stehenden Projekte im Verkehr haben den Verein dazu bewogen, eine neue Fachgruppe „Verkehr“ ins Leben zu rufen. Unter der Leitung des bisherigen PPP-Vorstandsmitglieds Niklaus Lundsgard-Hansen, Zentralpräsident des TCS, und Vize-Präsident Thomas Kieliger , vormaliger Kantonsingenieur des Kantons Zürich, hat sich die Fachgruppe zum Ziel gesetzt, Projekte zu identifizieren und zu fördern sowie Grundlagenwissen praxistauglich aufzuarbeiten, um dem PPP-Gedanken auch im Verkehrsbereich zum Durchbruch zu verhelfen.

Finanzierung von PPP in der Schweiz

Das Interesse an PPP-Modellen ist zwar stark gestiegen, noch bescheiden zeigen sich dagegen die praktischen Erfahrungen im Umgang mit dieser Alternative zur staatlichen Aufgabenerfüllung. Aus diesem Grund ist die Fachgruppe „Finanzen“ des Vereins PPP Schweiz unter der Leitung von Peter Reimann, Finanzverwalter des Kantons Aargau, zurzeit daran, die Anforderungen an die erfolgreiche Umsetzung von PPP-Projekten aus finanzieller Sicht in einem Arbeitspapier festzuhalten. Peter Reimann präsentierte das noch unveröffentlichte Arbeitspapier anlässlich der heutigen Generalversammlung und fasste zusammen: „Nur wenn es gelingt, die heute vielfach noch offenen finanziellen Fragen befriedigend zu lösen und die Prozessabläufe für PPP-Vorhaben für Regierung und Politik zu vereinfachen, kann mit einem breiten Erfolg des PPP-Modells in der Schweiz gerechnet werden.“

Lobenswerte Initiative des Bundesamts für Statistik

Im Rahmen der heutigen Generalversammlung lobte der Verein das Projekt „EWID-Zuweisung im Rahmen der Registerharmonisierung“, welches als Aufgabenerfüllungs-PPP in Kooperation mit der Post vom Bundesamt für Statistik in Auftrag gegeben wurde. Das Beispiel zeige, dass die Initiative zu gemischtwirtschaftlichen Partnerschaften primär, aber nicht allein vom Staat ausgehen müsse. Alex Siegrist, Projektleiter bei der Schweizerischen Post, informierte über Inhalt, besonderen Herausforderungen sowie über den aktuellen Stand des Projektes und erläuterte den Nutzen beider Seiten.

Wirtschaftlichkeit von Aufgabenauslagerungen im öffentlichen Sektor

Dr. Marc Ehrensperger stellte an der Generalversammlung die neueste Publikation aus der Schriftenreihe des Vereins vor, welche Ende November im Schulthess-Verlag erscheinen wird. Die Studie mit dem Titel „Wirtschaftlichkeit von Aufgabenauslagerungen im öffentlichen Sektor“ legt Grundlagen für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Aufgabenauslagerungen dar unter besonderer Berücksichtigung der Armeelogistik. Fallbeispiele aus der internationalen Praxis der Verwaltung, der Armee und der Privatwirtschaft im Logistikbereich illustrieren Motive und Voraussetzungen. Die Studie kommt zum Schluss, dass umfassendere Aufgabenauslagerungsmodelle in der Armeelogistik der Schweiz möglich und in verschiedenen Bereichen wirtschaftlich erfolgreich sein können. Konkrete Handlungsempfehlungen zur Potenzialerschliessung runden das Werk ab.

Veranstalter:

PPP Schweiz

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